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Wo fängt Social Media an, wo hört es auf?

Wo fängt Social Media an, wo hört es auf?

Ich habe mir in letzter Zeit immer häufiger diese Frage gestellt, bzw. zwangsläufig stellen müssen. Grund dafür waren Projekttitel wie, „ Wir brauchen Social Media und müssen da etwas tun.“ Für viele große Unternehmen, Konzerne und die global Player gehören soziale Netzwerke inzwischen zum selbstverständlichen Teil der Unternehmenskommunikation. Meist gibt es hier bereits mehrere Communication Manager die sich nur mit diesen Themenfeldern auseinandersetzen zum Standard. Oft sind es mittelständische, kleine Unternehmen oder Einzelunternehmen denen es schwer fällt das Medium der „Soziale Medien“ zu verstehen, um den Nutzen für das eigene Business zu erkennen. Egal zunächst einmal welcher Kanal als Kommunikationsmittel geeignet ist oder geeignet erscheint, hier geht es um die Frage, wo fängt Social Media an und welches Ziel hat Social Media für ein Business?

Dieser Artikel widmet sich der ausführlichen Analyse und Darlegung, wo es eine angemessenen Ansatz für die aktive Nutzung von Social Media gibt und wie man einen sinnvollen Einstieg in das Thema als Unternehmer und Selbstständiger findet.

Soziale Beziehungen aufbauen und das digitale Reden

Im Sozialen Netz geht es um Beziehungen. Jetzt stellt sich uns die Frage, wie wir zu Unternehmen wie BASF, Bosch und Co. eine Beziehung aufbauen sollen, wenn wir nicht gerade zufällig Mitarbeiter eines der genannten Unternehmen sind? Social Media-Profile von Unternehmen sind keine Werbefläche. Es geht darum diese Kanäle zu nutzen, um zuzuhören, was die Leute hören wollen und worüber gesprochen wird. Reden Unternehmen nur über sich und ihr tolles Angebot, werden die Profile schnell wieder uninteressant. Im Sozialen Netz treffen sich Menschen und Meinungen und tauschen diese aktiv aus. Vielen Unternehmern ist daher nicht klar, dass sich ihr Kommunikationsverhalten dauerhaft verändern muss, wenn sie in sozialen Netzwerken erfolgreich sein wollen. Personen, die also im Unternehmen Inhalte aktiv in den Netzwerken nach außen tragen, sind das Sprachrohr des Unternehmens und sollten dementsprechendes Wissen mitbringen, wie Sie dies zu tun haben. Denn nur Sie sind in der Lage das Image in die gewünschte Richtung zu lenken und ggf. den „Fan“ dauerhaft an das Profil zu binden und im besten Fall auf die Website zu führen, um dort ein Angebot wahrzunehmen, ihn als treuen Kunden, oder einen neuen qualifizierten Mitarbeiter zu gewinnen. All das ist es, was sich jedes Unternehmen schlussendlich wünscht.

An diesem Punkt habe ich mir dann die zweite Frage zur Social Media Konzeption gestellt und wieder, wo fängt Social Media an und hört es auf? Sie ahnen es schon worauf ich hinaus möchte oder? Genau, die Website.

Flat oder Flop Design

Im Social Web, versprechen wir möglicherweise mit modernen Kommunikationsmitteln und interessanten Beiträgen die sieben Weltwunder. Mit nur einem Klick auf die Website bröselt jedoch nicht selten die Fassade. Überfüllte Seiten, kleine Bilder, langweilige Titel, unendliche Menusäulen, Linkfriedhöfe, aus dem Ruder laufende Layouts usw. Ich bin schneller wieder weg als ich gekommen bin. „Außen hui, Innen pfui“. Auf der Suche nach Bestätigung meiner Gedankengänge habe ich mich im Worldwideweb auf die Suche gemacht, um zu sehen ob es hier Gleichgesinnte und ähnlich Denkende wie mich gibt. Was sich dann unter den Stichworten finden lässt, ist nicht wirklich überraschend. Social Media Beratung, Training und Profilerstellung geht nicht selten einher mit Webdesign, Fotografie und Corporate Design. Hier tummeln sich die Schlagworte, die sich dann schnell miteinander verknüpfen lassen zu einem ganzheitlichen Bild: Schönes Webdesign, innovative IT Lösungen, einprägsame Social Media Auftritte, ganzheitliche Marketing-Strategien usw.. Die klassische Werbe- und PR-Agentur muss somit umdenken. Aber eben, an dieser Stelle bitte aufpassen, denn Social Media ersetzt oder verdrängt etablierte Kanäle und Kontakte in der Regel nicht, sondern ergänzt diese idealerweise.

Genauso wie Social Media einen vortrefflichen Webauftritt ergänzen muss. An dieser Stelle möchte ich hierzu einen Blogbeitrag von Christian Pansch, anno 2013 zitieren: „…auch aus Social Media können Empfehlungen auf die eigene Website kommen und Besucher bringen. Hat man die Besucher einmal auf der eigenen Seite, so muss man diese mit einer optisch sowie technische überzeugenden Website am Ende auch zu Kunden oder Käufern konvertieren.“ Im weiteren Verlauf des Artikels kommen noch weitere spannende Aspekte hinzu auf die ich ebenfalls nochmal zurückkommen werde.

Der digitale Dialog mit der Zielgruppe

Einhergehend damit, das die Website so aufbereitet werden sollte, das Sie den Dialog und die Aktivität des Besuchers zum einen herausfordert und zum anderen auch zulässt, sollten an markanten Stellen Social Media Services installiert sein, die dazu einladen das Gesehene weiter zu teilen. hierzu gehören nicht nur Klassiker wie Twitter, LinkdIn, Google+ und Facebook sondern unter anderem auch Pinterest. In den USA ist der Bookmarking Dienst mittlerweile längst zum bedeutendsten Trafficlieferanten geworden. Das nächste Zauberwort in diesem Zusammenhang ist die Zielgruppe und die Zielgruppenrelevante Kommunikation und wie man Netzwerke, Newsrooms oder das Intranet rechtlich abgesichert und auf die Unternehmensreputation bedacht nutzen kann. Ein Aspekt der neben großen Chancen auch Risiken birgt, zu denen ich gerne in einem weiteren Artikel näher eingehen möchte. Letztlich geht es darum auf allen Kanälen ein einheitliches und glaubwürdiges Bild nach außen zu liefern. Damit hat sich dann auch die Fragestellung zu Beginn des Artikels beantwortet. Aber sehen das auch die Unternehmen, Marketingverantwortliche, Dienstleister, Auftraggeber so? Schließlich wollte man doch eigentlich nur ein bisschen Social Media machen?

Meinungsstabil

Mein Fazit an dem ich Meinungsstabil festhalte ist, es bringt meines Erachtens überhaupt nichts, wenn ich nach außen hin über Facebook und Co. fresh kommuniziere und meine Website außer responsive Design nicht mehr zu bieten hat. Das womit ich den Interessent über das soziale Netz eingefangen und versprochen habe muss ich an dieser Stelle einlösen sowie einen klares Umdenken meiner bisherigen Kommunikation bewirken, eben nicht nach dem Motto “Wir hören uns das mal an und dann machen wir das schon irgendwie, wenn das angeblich so wichtig ist…”

Mein Einstieg in jedes Projekt ist daher die Website, Gesicht und Steckbrief des Unternehmens, das was sich hinter den Social Media Profil verbirgt. Wenn dort die Strategie und Kommunikation nicht klar ist, kann es diese auch nicht dauerhaft auf den Social Media Plattformen werden.

Ich freue mich auf ehrliches und offenes Feedback. Ein liebenswertes Dankeschön. Nadine

Einige weiterführende und empfehelenswerte Links und Autoren zu diesem Beitrag:

https://www.unternehmer.de/marketing-vertrieb/159751-10-gruende-warum-unternehmen-social-media-scheitern http://www.hotel-newsroom.de/laut-gedacht/wo-der-fisch-zu-stinken-beginnt-faengt-auch-social-media-an/ https://karrierebibel.de/social-media-im-mittelstand/ https://www.qundg.de/web-2-0-social-web-und-social-media-wording-der-online-kommunikation/ http://www.rs-kommunikation.net/2017/05/10/lasst-uns-mal-was-mit-elefanten-machen-social-media-strategie/

 

https://flockler.com/de/unser-blog/5-tipps-fuer-deine-social-media-strategie-mit-sofortwirkung http://www.christian-pansch.de/blog/besucher-fuer-die-eigene-website-gewinnen-1083/

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